„ONCE UPON TODAY - Individuelle Erinnerung und Nationalgedächtnis im globalen Zeitalter“

Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain und der Kreisau-Initiative Berlin e.V führt die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank ein Austauschprojekt für sozial engagierte junge Erwachsene im Alter von 19-28 Jahren durch.

Unser Gedächtnis, schreibt Harald Welzer, „weiß mehr über uns als wir selbst“. Das "Erinnern" und "Vergessen" von historischen Ereignissen, die wir selbst miterlebt haben oder die uns in Erzählungen und Medien tradiert wurden, bestimmen unserer Sicht auf die Welt. Das Hauptziel des Projektes „Once Upon Today“ besteht darin, einen multinationalen Dialog über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu ermöglichen. Die Teilnehmer_innen gehören den deutschen, ukrainischen, polnischen, jüdisch-israelischen und arabisch-palästinensischen Erinnerungsgemeinden an. Die unterschiedlichen Sichtweisen in den jeweiligen (nationalen) Kollektiven über die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, die kommunistischen Diktaturen in Osteuropa nach 1945 und die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete nach 1967 bilden die historischen Bezugsrahmen des Projektes. Darüber hinaus geht es um die gegenwärtigen Wechselwirkungen zwischen (zugeschriebenen und selbst beschriebenen) Zugehörigkeiten, Erinnerungen und (nationalen) Erzählungen: während der Begegnung sollen sich die Teilnehmer_innen mit den eigenen und den Narrativen der „Anderen“ auseinandersetzen und dabei der „Leerstellen“ in ihren eigenen nationalen Narrativen bewusster werden. 

Solche „Leerstellen“ werden die Teilnehmer_innen im Anschluss an die Begegnung in ihrem Umfeld im Rahmen von Mikroprojekten erforschen und präsentieren.

Die beteiligten Partnerorganisationen sind:Krzyzowa Foundation for Mutual Understanding; History Meeting House, Warsaw; Center of Educational Initiatives, Lviv; Ivan Franko National University of Lviv; Masar Institute for Education, Nazareth;Ramat Negev Regional Council, Ramat Negev